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Kinesiologie meint Gehirngymnastik, durch die der Körper und das Gehirn verbunden werden und somit ganzheitliches Lernen unterstützt wird. Konkret handelt es sich um Bewegungsübungen, die das Ziel haben Denkblockaden aufzulösen, Energiepunkte zu stimulieren und die Gehirnhälften zu verknüpfen. In den folgenden Absätzen werden diese drei Ziele zusammengefasst und einige einfach umsetzbare Übungen dargelegt.
Lateralität:
Um die Verknüpfung und Koordination der beiden Hirnhälften zu trainieren, muss die Mittellinie des Körpers überkreuzt werden.
Folgende Übungen eignen sich dafür:
- Die Schülerinnen und Schüler berühren mit einer Hand abwechselnd das gegenüberliegende Knie.
- Die Schülerinnen und Schüler patschen zuerst mit beiden Händen auf die Oberschenkel und berühren dann mit der rechten Hand das linke Ohr und mit der linken Hand die Nase. Anschließend patschen sie wieder auf die Oberschenkel und machen wechseln die Seite.
- Die Schülerinnen und Schüler zeichnen ein “liegende Acht” mit der Hand in die Luft. Wichtig ist, dass das linke und das rechte Gesichtsfeld integriert ist.
Längung:
Schülerinnen und Schüler neigen aus Reflex dazu Muskeln zusammenzuziehen oder zu verkürzen. Die passiert häufig in Stress- oder Angstsituationen. Solche Anspannungen sollten gelöst werden, um Denkblockaden zu vermeiden.
Folgende Übungen eignen sich dafür:
- Die Schülerinnen und Schüler umfassen mit der rechten Hand die linke Schulter und drücken die Muskeln zusammen. Anschließend drehen sie den Kopf mit dem Blick über die eine und dann die andere Schulter. Dann lassen sie den Kopf nach vorne fallen und entspannen. Die Übung wird auf der anderen Seite wiederholt. Durch die Dehnung im Nachen und den Schultern, wir die Blutzirkulation und somit die Energiezufuhr zum Gehirn angeregt.
- Die Schülerinnen und Schüler strecken einen Arm nach oben. Mit dem zweiten Arm wird hinter dem Kopf der Ellbogen des gestreckten Arms gefasst. Dieser wird dann nach vorne, hinten, rechts und links gegen die andere Hand gepresst. Dadurch wird der Arm aktiviert, entspannt und das Schreiben gelingt meist wieder besser.
Zentrierung:
Durch diese Übungen werden Nervenverbindungen zwischen dem Gehirn und dem Körper aktiviert. Zur Vorbereitung ist es wichtig, genügend zu trinken. Außerdem hilft ein ausgelassenes Gähnen, um die Spannungen im Kopf zu lösen.
Folgenden Übungen eignen sich:
- Zwei Punkte unterhalb des Schlüsselbeins, rechts und links vom Brustbein werden mit einer Hand massiert, während die andere Hand auf dem Bachnabel liegt.
- Zwei Punkte hinter dem Ohr, dort wo der Schädel auf dem Nacken sitzt, werden berührt, während die andere Hand auf dem Bauchnabel liegt.
- Die Ohren werden von der Ohrenspitze zum Ohrläppchen sanft massiert.
- Die Schläfen werden sanft massiert.
- Der Kopf wird sanft mit den Fingerspitzen abgeklopft.
Schülerinnen und Schüler empfinden diese Übungen meist als willkommene Abwechslung zwischen den Lernphasen in der Schule und können auch zu Hause vor allem in Hausübungs- und Lernsituationen ideal umgesetzt werden.
Quelle: https://www.lehrerbuero.de/sonderpaedagogische-foerderung/ratgeber-und-podcasts/diagnostik-und-foerderung/gymnastik-fuers-hirn-foerdert-das-denken-1920.html